#DrawALine – Gegen Kindersoldaten

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Unter dem Motto #DrawALine fand letzte Woche eine große Aktionswoche der Amnesty Jugend statt. Also von allen jungen Mitgliedern in Deutschland, vor allem also von den Hochschulgruppen, wie wir auch eine sind. Und folgerichtig haben wir uns daran beteiligt, vor allem, da das Thema doch ein durchaus relevantes war: Es geht um Kindersoldaten in der DR Kongo. Und um eine neues NGO Gesetz, Und um die Arbeit von Murhabazi Namegabe sowie seine Organisation BVES (Le Bureau pour le Volontariat au service de l’Enfance et de la Santé – Freiwilligenbüro für Kinder und Gesundheit).

Die Geschichte ist ziemlich kompliziert und doch schnell erzählt. In der DR Kongo herrscht seit einiger Zeit Bürgerkrieg, in dem früher sehr viele Kindersoldaten eingesetzt wurden – sowohl von der Armee als auch von lokalen Milizen, welche alle miteinander neben diesem Fakt noch viele andere Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Nun hat zwar die Regierung damit offiziell aufgehört, in den Milizen hat sich der Zustand aber nicht geändert. Und der Konflikt flammt dort gerade weiter auf, sodass man erneut daran erinnern muss, dass Kinder eben keine Soldaten sind.

Um solchen Kindern zu Helfen gibt es Murhabazi Namegabe und seine Organisation, allerdings soll unter anderem ihnen durch ein neues NGO Gesetz, dass sie quasi zu Feinden des Staates erklärt, das Leben etwas schwerer gemacht werden.

Gerade dagegen, aber auch gegen Kindersoldaten ganz allgemein haben wir als Amnesty Internation Hochschulgruppe ein Zeichen gesetzt und um einige exemplarische Menschen getrauert. Namenlos, so wie die Opfer, und mit einer kurzen Lebenszeit. Und wir haben über 100 Unterschriften gesammelt.

Wer genaueres zu der Aktion lesen möchte, dem sei hiermit die Seite der Amnesty Jugend ans Herz gelegt.

Eine Geburtstagsparty für Taner

Taner Kılıç, der Ehrenvorsitzende von Amnesty International in der Türke, sitzt seit bald einem Jahr in türkischer Untersuchungshaft. Der Grund ist, dass man ihm vorwirft, einen Messenger auf dem Handy gehabt zu haben, der auch von in der Türkei als terroristische Gruppen geltenden Organisation benutzt wird – was nebenbei an den Haaren herbei gezogen ist, denn es gibt eine Untersuchung, dass Taner Kılıç diesen Dienst nie auf seinem Handy hatte. Nichts desto trotz mahlen die Mühlen der Justiz in der Türkei langsam, ein Gericht wollte ihn sogar schon frei lassen, aber ihre höherwertigen Kollegen waren dagegen – und so sitzt Taner immer noch in Haft. Unter anderem tat er das auch am 13.3., seinem Geburtstag, den wir deswegen gefeiert haben – in Mannheim auf dem alten Messplatz. Mit Kaffee, Tee und Kuchen gab es eine Geburtstagsparty für das leider abwesende Geburtstagskind, bei dem wir mit so manchen Passanten über die Situation ins Gespräch kamen und so vielleicht einen Schritt weit zeigen konnten, dass nicht alles in bester Ordnung ist, jetzt, wo sowohl die Generalsekretärin der türkischen Sektion als auch Deniz Yücel, die in Deutschland wohl bekanntesten Inhaftierten, wieder auf freiem Fuß sind.

Wer sich für Taners Freilassung einsetzen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, an dieser Online-Petition mitzumachen. Wer genaueres über den Fall erfahren möchte, kann hier alles nachlesen.

#FreeTaner